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Die 10 wichtigsten Start-up-Metropolen in Deutschland sind…

Unter den wichtigsten zehn Start-up-Zentren gibt es alte Bekannte, aber auch einige handfeste Überraschungen.

Deutschland hat bekanntlich zwei Weltstädte: eine mit Herz (nämlich München) und eine ohne, aber dafür mit Kanzleramt und Bundestag (Berlin). Ganz ähnlich sieht es bei der Verteilung der Start-ups aus. Nach Durchsicht unserer Top 50 Start-ups aus den vier vergangenen Jahren kommen jeweils 35 der insgesamt 200 Preisträger aus Berlin und München. Damit müssen sich die beiden Metropolen den Titel der deutschen Start-up-Hauptstadt teilen.

Unterdessen folgt mit großem Abstand auf dem dritten Platz Hamburg. Die zweitgrößte deutsche Stadt brachte in den zurückliegenden vier Jahren immerhin 16 Top 50 Start-ups hervor. Angesichts der Größe und Wirtschaftskraft der Hanseaten ist das allerdings keine Überraschung.

Die zehn größten Start-ups-Standorte in Deutschland

Aus welchen Städten die Top 50 Start-ups stammen

Wie wird das Städteranking ermittelt?

Für das Städteranking haben wir die zurückliegenden Top 50 Start-ups-Jahrgänge von 2017 bis 2020 ausgewertet. Einige wenige Unternehmen gelangten in mehreren Jahrgängen unter die Top 50 und wurden entsprechend auch doppelt gezählt. So hat der aktuelle Sieger oculavis aus Aachen im Jahrgang 2019 bereits den vierten Rang belegt. Es werden nur die zehn Städte mit den häufigsten Nennungen berücksichtigt, um noch ein einigermaßen aussagekräftiges Bild zu erhalten.

Technische Universitäten stellen einen zentralen Standortvorteil dar

Anders dagegen die Situation in Hessen. Die Finanzmetropole Frankfurt hat in Sachen Start-ups noch reichlich Nachholbedarf. Gerade einmal zwei Unternehmen schafften es in den zurückliegenden vier Jahren unter die Top 50: Das Agrartechnik Start-up PHYTOPROVE und die Cloud-Plattform Meshcloud. Umso erfreulicher ist, dass es Darmstadt mit elf Preisträgern sogar auf den vierten Platz nach Berlin, München und Hamburg schafft.

Offensichtlich wirkt sich das Vorhandensein einer großen technischen Universität sehr vorteilhaft auf das Start-up-Ökosystem aus. So gibt es sowohl in Berlin als auch in München neben anderen auch zwei technische Universitäten. Von daher verwundert es nicht, dass Aachen mit sieben Top 50 Start-ups auf dem fünften Platz folgt, wovon allein drei – inklusive des Erstplatzierten oculavis – zum aktuellen Start-up-Jahrgang 2020 zählen.

Markus Große Böckmann, Mitgründer und Managing Director von oculavis hält die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule (RWTH) für einen großen Standortvorteil. „Die RWTH Aachen ist für uns eine hervorragende Quelle hochqualifizierter Mitarbeiter“, sagt Große Böckmann. Die Exzellenzuniversität ziehe die besten Abiturienten an und bilde sie gut aus. „Etwa drei Viertel unserer etwa 60 Mitarbeiter haben an der RWTH oder der ebenfalls sehr guten FH Aachen studiert oder gearbeitet. Als technische Universität sind für uns die wichtigsten Disziplinen Informatik, Maschinenbau und Wirtschaftsingenieurswesen vertreten.“

Jena als Start-up-Zentrum in Ostdeutschland

Auf Aachen mit sieben Top 50 Start-ups folgen die beiden Ruhrpott-Metropolen Dortmund und Bochum sowie Jena mit jeweils sechs Preisträgern. Abgesehen von Berlin und seinem Umland stellt die thüringische Universitätsstadt den wichtigsten Start-up-Standort im Osten der Republik dar, während aus Dresden mit seiner großen technischen Universität lediglich drei Preisträger stammen.

Das gute Abschneiden Jenas erklärt Marcel Hornaff, Mitgründer und COO von SPACEOPTIX, einem weiteren Gewinner der diesjährigen Top 50 Start-ups, ebenfalls mit dem Vorhandensein guter Hochschulen. Wichtig für den Standort seien auch das Fraunhofer Institut für angewandte Optik und Feinmechanik, aus dem die Gründer von SPACEOPTIX stammen. Darüber hinaus sei Jena weltweit als Optikstandort bekannt und etabliere sich zunehmend als Raumfahrtzentrum. „Vor allem als junges Start-up profitiert man natürlich sowohl von diesem Markenzeichen, das Vertrauen schafft und den Umsatz fördern kann, als auch von diesem Expertennetzwerk“, erläutert Hornaff. „Einzelne Teilprozesse der Fertigung können an externe Partner übertragen werden, was vor allem in der Gründungsphase Ressourcen schont und durch die territoriale Nähe zu kurzen Transportwegen und flexiblen Prozessen führt.“

Während viele ostdeutsche Städte weiterhin Menschen verlören, steige die Einwohnerzahl Jenas ständig an. „Durch die Studenten steht hochqualifizierter Nachwuchs bereit, der die Innovationskraft im Unternehmen auch langfristig sichern kann“, ergänzt Hornaff.

Top-50 Start-ups finden sich auch abseits der großen Zentren

Immerhin fünf Top 50 Start-ups kommen aus Köln und Hannover – letzteres dürfte die größte Überraschung darstellen. Schließlich ist die niedersächsische Landeshauptstadt bisher weniger als Start-up-Hotspot bekannt. Auch in der Provinz wachsen offenbar pfiffige Geschäftsideen heran. So kommen Top 50 Start-ups sogar aus Orten mit so (un-)bekannten Namen wie Wildau, Amtzell, Meckenbeuren und Bad Abbach. Ein umfassendes Ökosystem für Start-ups stellt wie in Berlin und München zwar einen wichtigen Standortvorteil dar, unerlässtlich ist es aber nicht.

Noch mehr Zahlen, Daten und Fakten

Herkunft, Branchenzugehörigkeit und vieles mehr. Eine eingehende Analyse des Top 50 Start-ups-Jahrgangs 2020 findet ihr unter diesem Link.

Die besten Top 50 Start-ups aus den vergangenen fünf Jahren

Einige Unternehmen haben es in den vergangen fünf Jahren sogar zwei- oder dreimal unter die Top 50 Start-ups geschafft. Wir haben die Mehrfachpreisträger analysiert und ein Langzeitranking aufgestellt.​​​​​​​

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