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Der einfache Weg zu Devisenhandel und Kursabsicherung

Interview mit zwei Commerzbank-Experten zur Online-Handelsplattform FX Live Trader

Die Commerzbank begleitet viele kleine und mittlere Unternehmen wie z.B. Start-ups beim Gang ins Ausland. In einem Interview erklären Herbert Maier, Leiter Unternehmerkunden der Marktregion Süd, und Oliver Haibt, Bereichsvorstand Unternehmerkunden, worauf junge und gestandene Unternehmer bei Devisenfragen achten müssen.

FX Live Trader
Die Benutzeroberfläche des FX Live Traders lässt sich intuitiv bedienen und nach den eigenen Wünschen gestalten.

Nach einer unserer Umfragen plant fast die Hälfte der Top-50-Start-ups schon in der Frühphase eine Auslandsexpansion – auch jenseits der Eurozone. Da viele Start-ups ihr Geschäft rasch skalieren wollen, bieten sich große Märkte wie etwa die USA an. Entsprechend wichtig ist das Thema Devisen. Vielleicht können Sie uns kurz erklären, wieso Ihre Online-Handelsplattform FX Live Trader das Richtige für junge Unternehmer ist, die beispielsweise aus technischen Studiengängen kommen und sich in der Thematik noch nicht so gut auskennen?

Herbert Maier: Der FX Live Trader ist auch für Laien sehr angenehm zu nutzen, weil er sehr einfach aufgebaut ist, weil er rund um die Uhr verfügbar ist, weil er nicht nur am Rechner, sondern auch mobil mit einer App verfügbar ist. Nicht nur Start-ups, sondern auch der Mittelstand nutzen unseren FX Live Trader, um ihr Tagesgeschäft im Devisenhandel abzuwickeln. Darüber hinaus verwenden sie ihn zur Absicherung von künftigen Zahlungsströmen.

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Worin bestehen die Alleinstellungsmerkmale Ihres FX Live Traders auch im Vergleich zu anderen Tools, die auf dem Markt sind?

Herbert Maier: Die Kunden können in Echtzeit rund um die Uhr mit Devisen handeln. Unsere Kunden sind also nicht davon abhängig, ob sie jemanden in der Bank erreichen oder nicht. In Puncto Bequemlichkeit und Komfort ist das ein ganz wichtiger Punkt. Gerade Kunden, die nicht aus dem kaufmännischen Bereich kommen, finden im FX Live Trader nicht nur die Handelsfunktion, also das Kaufen und Verkaufen von Devisen, sondern auch Background-Informationen wie Marktanalysen, wie wir z.B. die Entwicklung des US-Dollar/Euro-Kurses über die nächsten Monate einschätzen. Die Kunden können selbst Chartanalysen erstellen und sich anschauen, wie sich der Kurs in der Vergangenheit entwickelt hat und auf welche Währungsschwankungen sie sich einstellen müssen.

Im FX Live Trader sind nicht nur die gängigen Währungen wie Dollar oder Pfund verfügbar, sondern über 100 verschiedene Devisen. Beispielsweise habe ich einen Kunden, der auf den Philippinen expandiert, der muss sich mit einer anderen Währung auseinandersetzen. Überdies bekommen unsere Kunden im FX Live Trader eine sehr gute Übersicht, welche Geschäfte sie bereits getätigt haben und wann etwas fällig wird. Dadurch können sie ihr Business gut managen. Sie haben alles auf einen Blick und müssen keine zusätzliche Buchführung haben.

Die Kunden können die Arbeitsoberfläche nach ihren eigenen Wünschen anpassen. Wenn ich immer den US-Dollar/Euro-Kurs benötige, dann stell ich mir das so ein, dass ich das Währungspaar immer auf den ersten Blick sehe. Die Benutzeroberfläche ist sehr komfortabel und mit einem Handelsvolumen ab 10 Euro gibt es praktisch keine Mindestgröße für eine Order.

Der FX Livetrader für Ihren Realtime-Devisenhandel

Wie hoch fallen die Kosten für dieses Tool aus?

Herbert Maier: Die Nutzung des FX Live Traders kostet unsere Kunden nichts. Unsere Kunden können einfach über ihre Online-Banking-Zugangsdaten auf den FX Live Trader zugreifen.

Was müssen junge Unternehmer beim Devisenhandel und der Absicherung von Währungsrisiken beachten?

Herbert Maier: Das hört sich banal an, ist aber wichtig: Zunächst muss man klären, wie sich die Internationalisierung auf die eigenen Zahlungsströme auswirkt. Wenn man in die USA expandiert, denkt man zunächst daran, dass es sich um einen neuen Absatzmarkt handelt. Das bedeutet, dass man sämtliche Rechnungen auch in US-Dollar stellt. Oder aber handelt es sich um Märkte, in denen ich einkaufe und in US-Dollar zahle? Das hat andere Auswirkungen auf die Zahlungsströme. Anschließend muss geklärt werden, welche Kosten die Expansion verursacht.

Beispielsweise hat einer meiner Kunden ein Büro mit fünf Angestellten in London eröffnet. Er weiß ganz genau, welche Kosten dies im kommenden Jahr verursacht. Er kommt etwa auf 15.000 Pfund im Monat, was für ein kleineres Unternehmen schon eine beachtliche Summe darstellt. Er geht jedoch davon aus, dass er in diesem neuen Markt erst in einem halben Jahr Einkünfte in Pfund erzielt. Daher sichert er sich erst einmal in Pfund ab, damit dort nichts passieren kann.

Währungsschwankungen haben Auswirkungen darauf, wie profitabel der Markt ist, den man erschließt. Was hilft es mir, wenn ich in den USA einen großen Umsatz erzeuge, der US-Dollar aber in die falsche Richtung läuft und nichts übrigbleibt? Dieses Währungsrisiko unterschätzen sehr viele Jungunternehmer. Zwar kann sich der Dollar/Euro-Kurs auch zugunsten des Unternehmens entwickeln, aber die meisten Kunden setzen darauf, ihre Margen gegenüber Währungsrisiken abzusichern.

Herbert Maier

Man sollte sich frühzeitig über die Chancen und Risiken der Auslandsexpansion bewusst werden. Das fängt bei den Kursschwankungen an, die für einen gut oder schlecht laufen können. Wenn man da nichts tut, ist man im Bereich der Spekulation.

Herbert Maier, Leiter Unternehmerkunden der Marktregion Süd bei der Commerzbank

Normalerweise wollen Unternehmen mit ihrem Geschäftsmodell Geld verdienen und nicht mit Währungsspekulationen. Gibt es noch weitere Fehler, die junge Unternehmer häufig begehen?

Oliver Haibt: Sowohl bei jungen als auch bei gestandenen Unternehmern sieht man immer wieder: Wenn man sich mit seinen Währungsströmen nicht befasst, dann läuft dies auf Spekulation hinaus. Sich nicht zu informieren und seine zukünftigen Zahlungsströme nicht abzusichern, stellt schon Spekulation dar. Wir sprechen nicht davon, dass jemand bewusst bestimmte Positionen einnimmt und diese während des Tages hin- und her rollt, sondern über das Offenlassen von Währungsrisiken.

Dies kann beträchtliche Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnungen eines Unternehmens haben, was besonders bei geringen Margen der Fall ist. So hat sich kürzlich der Dollar/Euro-Kurs nach langer Seitwärtsbewegung innerhalb weniger Tage um 3 bis 4 Prozent bewegt. Wenn ein Produkt eine Marge von 5 Prozent aufweist und der Einkauf wird aufgrund der Währungsschwankung um 4 Prozent teurer, dann fällt ein Großteil der Marge weg.

Vielleicht können Sie uns in einfachen Worten erklären, wie eine solche Währungsabsicherung z.B. mit ihrem FX Live Trader funktioniert?

Herbert Maier: Das funktioniert ganz einfach. Der Unternehmer muss wissen, zu welchem Zeitpunkt er z.B. eine bestimmte Summe US-Dollar benötigt. Dann geht man in den FX Live Trader und gibt die Parameter ein:

Er möchte US-Dollar kaufen und über sein Euro-Konto bezahlen. Anschließend gibt er den Termin vor. Falls er den Termin noch nicht genau kennt, aber weiß, dass die Zahlung zwischen dem 15. und 31. Dezember fällig wird, dann kann er auch ein Zeitfenster angeben. In diesem Zeitraum hat er dann die Möglichkeit, zu dem vereinbarten Kurs das Geschäft abzurufen. Das funktioniert ähnlich wie bei der Kinobuchung, nur ohne Vorverkaufsgebühr.

Derzeit spricht alle Welt von der hohen Inflation. Welche Auswirkungen hat dies auf Start-ups und Scale-ups und welche Konsequenzen hat das für den Devisenhandel?

Oliver Haibt: Meine volkswirtschaftlichen Ordner habe ich bei der letzten Kellerräumung weggeworfen, weil vieles davon heute nicht mehr gilt. Der Zusammenhang von Geldmenge und Inflation wurde vom Markt überholt.

Dennoch ist das Thema Inflation wichtig. Sowohl in den USA als auch im Euroraum haben wir Diskussionen über steigende Inflation, die auch existiert. Aber wir und der Markt rechnen nicht mit einer Zinserhöhung in der Eurozone. Eine solche würde Deutschland wohl verkraften, der ein oder andere Staat der Eurozone aber nicht.

Die Europäische Zentralbank scheint von einem vorübergehenden Inflationshoch auszugehen und sieht vorerst von einer Zinserhöhung ab. Dagegen wird die US-Zentralbank wohl die Zinsen erhöhen, sobald sie von einer nachhaltigen Inflation ausgeht. Aus diesen Gründen hat sich der US-Dollar im Vergleich zum Euro zuletzt verteuert. Davon werden natürlich auch Start-ups getroffen, die im US-Dollarraum Geschäfte tätigen.

Oliver Haibt

Sowohl in den USA als auch im Euroraum haben wir Diskussionen über steigende Inflation, die auch existiert. Aber wir und der Markt rechnen nicht mit einer Zinserhöhung in der Eurozone.

Oliver Haibt, Bereichsvorstand Unternehmerkunden bei der Commerzbank

Was würden Sie beim Thema Liquidität und Devisenhandel den Unternehmen empfehlen?

Herbert Maier: Wenn ich z. B. in die USA expandieren möchte, muss ich mir über die Kosten bewusst sein und das durchfinanzieren. Ich würde nie in einen Markt einsteigen, ohne dass das durchfinanziert ist – das würde ich im Inland übrigens auch nicht machen.

Gibt es noch einen besonderen Tipp für junge Unternehmer, die ins Ausland expandieren wollen?

Herbert Maier: Man sollte sich frühzeitig über Chancen und Risiken der Auslandsexpansion bewusst werden. Das fängt bei den Kursschwankungen an, die für einen gut oder schlecht laufen können. Wenn man da nichts tut, ist man im Bereich der Spekulation.

Zweitens geht es ja nicht nur um Devisen, sondern auch um Ware, die ins Ausland geht oder aus dem Ausland kommt. Diese Warenströme und Lieferketten müssen – unabhängig, ob ein Währungsrisiko besteht oder nicht – ebenfalls abgesichert werden. Auch dafür sind wir die richtigen Ansprechpartner. Diese beiden Themen werden sowohl von jungen als auch gestandenen Unternehmern oft zu spät angesprochen, wenn die Angelegenheit nicht mehr korrigierbar ist.

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