TU Darmstadt

Die TU Darmstadt steht für Hightech, Deeptech, German Engineering und echte Interdisziplinarität. Zurzeit sind ca. 25.170 Studierende, 2617 Wissenschaftler und 312 Professoren an der TU Darmstadt tätig. (Aufgrund der besseren Lesbarkeit verzichten wir aufs Gendern. Gemeint sind stets w/m/d.) 4179 Absolventen beenden pro Jahr ihr Studium sowie 453 Promovierende ihre Promotion.

„Die Innovationen und Start-ups aus dem Umfeld der TU Darmstadt tragen dazu bei, Antworten auf die aktuellen und zukünftigen gesellschaftlichen und ökologischen Fragestellungen zu geben. Damit zählt die Gründerhochschule TU Darmstadt zu einer der führenden Technischen Universitäten in Deutschland mit hoher internationaler Sichtbarkeit und Reputation", heißt es von der TU.

Highest, TU Darmstadt

Die Start-up-Förderung der TU Darmstadt

Zuständig für die Start-up Förderung an der TU Darmstadt ist das Innovations- & Gründungszentrum HIGHEST. Das HIGHEST-Team besteht derzeit aus 14 Mitarbeitern, davon drei Gründungsberater. Es positioniert sich als Tech-Inkubator und versteht sich als interne Service-Einheit für Wissenschaftler und Studierende und erste Anlaufstelle für Erfinder bzw. Gründer der TU Darmstadt und der Region. Der TU Darmstadt kommt im Start-up-Ökosystem als Quelle wissens- und technologiebasierter Innovationen und Start-ups eine besondere Rolle zu.

Folgende Unterstützungsleistungen werden den Gründungsinteressierten angeboten:

  • Individuelle kostenfreie und vertrauliche Beratung und Coaching der Gründungsteams und Gründenden in allen Phasen des Prozesses von der Idee bis zu den ersten und zweiten Finanzierungsrunden.
  • Zugang zu einem Umfassenden Netzwerk an Experten, Branchenkennern und Mentoren aus Wissenschaft und Wirtschaft. Hierzu bietet HIGEHST unter anderem verschiedene (Matching-)Veranstaltungen, Workshops und Qualifizierungsangebote sowie individuelles Mentoring an.
  • Zugang zu öffentlichen Fördermöglichkeiten und Privatkapital, Infrastruktur, Büroflächen sowie verschiedene Labs zur Erstellung von Prototypen.

Diese Leistungen sind kostenfrei und selbstverständlich streng vertraulich. Auch ohne eine konkret ausgearbeitete Idee für ein Gründungsvorhaben kann man sich an HIGHEST wenden und beraten lassen. Durchschnittlich entstehen 18 Gründungen pro Jahr; seit Bestehen des Gründungszentrums HIGHEST entstanden 125 Gründungen, von denen 80 Prozent nach drei Jahren noch existieren. Erfolgsfaktor ist die auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Strategie. Insgesamt 528 Patente wurden über die TU Darmstadt angemeldet und werden der Wirtschaft in Form von innovativen Verwertungsmodellen zugänglich gemacht.

Exist-Gründerstipendium: Bis zu 125.000 Euro Starthilfe für Gründer von der Hochschule

Tipps der TU Darmstadt für Gründer

Welches ist ihr bester Tipp an angehende Start-up-Gründer?

Bereits zu Beginn ist es sehr wichtig, sich Gedanken über das eigene Big Picture zu machen. Jeder Gründer trägt es als Gründermotivation in sich. Im Anschluss sollte ausreichend Zeit in die präzise Formulierung des Big Pictures des gesamten Teams investiert werden. Dies beinhaltet Fragen wie: Was wollen wir verändern? Was ist der Antrieb, die Gründung auf die Beine zu stellen? Welche Rolle will der Einzelne im Unternehmen spielen? Welche Zeitungsüberschriften zur Gründung wünscht sich das Team in fünf Jahren? Welche Werte sind den Gründern wichtig? Das Big Picture bildet das Fundament für alle weiteren Schritte in der Zukunft. Es gibt Orientierung und motiviert in Zeiten, in denen es holprig wird.

Es ist wichtig, dass sich alle Beteiligten klar sind, was sie in Zukunft mit dem Start-up erreichen möchten. Nur so ist es möglich, erfolgreich agil auf äußere Einflüsse und Veränderungen zu reagieren und sein Ziel zu erreichen.  

Was ist ihrer Erfahrung nach der größte Fehler, den Start-up-Gründer regelmäßig begehen?

Viele Gründer gehen davon aus, das ihre Geschäftsidee auf dem Markt nachgefragt wird. Es wird viel Zeit und Geld in die Entwicklung des Produktes investiert, um dann festzustellen, dass keiner dafür Geld ausgeben will. Dies ist eine häufige Ursache für das Scheitern von Start-ups. Sie denken zu wissen, was die Kunden kaufen. Ohne wirklich deren Situation zu verstehen. Vor der Produktentwicklung muss das Problemverständnis stehen. Wichtig an dieser Stelle ist der Problem-Solution-Fit zu Beginn. Dabei wird die gewünschte Zielgruppe befragt, ob das Produkt ein tatsächlich vorhandenes Problem löst. Hierbei entstehen Gesprächen mit potenziellen Zielkunden und die Gründer haben die Chance, die Hypothesen der Idee durch Fakten zu verifizieren. Wird ein tatsächliches Problem gelöst und sind die Zielkunden bereit für die Lösung zu bezahlen, dann ist ein erster Meilenstein erreicht.

Viele Start-ups fokussieren sich zu Beginn auf die Entwicklung ihres Produktes und den Markt. Häufig wird in den Anfängen weniger Wert auf das Team gelegt. Das Team ist jedoch der häufigste Grund für das Scheitern einer Idee und Investoren investieren unserer Erfahrung nach eindeutig zu großem Teil in das Team. Diskrepanzen im Team werden erst in Krisen sichtbar, daher raten wir bereits zu Beginn einer Gründung sich regemäßig mit Teamaspekten auseinanderzusetzen.

Anlaufstellen für Start-up-Gründer rund um Darmstadt

Das StartHub Hessen ist die zentrale Anlaufstelle für die hessische Start-up-Community und vernetzt Start-ups mit Unternehmen, Institutionen, Business Angels und Gründerzentren.

StartUpSecure I ATHENE unterstützt innovative Ideen mit spezifischen Bezug zur IT-Sicherheit. Die enge Zusammenarbeit mit HIGHEST bietet Gründern und Gründungsinteressierten ein breites Angebot von Beratungsaktivitäten bis hin zu Veranstaltungen und Workshops.

Das Frankfurter Start-up-Zentrum Tech Quartier bietet ebenfalls Zugang zu wertvollen Ressourcen sowie zu einem Netzwerk mit relevanten Partnern.

Das HUB31 bietet technologieorientierten Start-ups vollausgestattete Büros, Coworking- und Werkstattflächen, Konferenz- und Eventräumlichkeiten sowie zahlreiche Gemeinschaftsangebote.

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